Schlacht an der Aisne (1914)

1. Schlacht an der Aisne
Teil von: Erster Weltkrieg
Datum 12. September bis 28. September 1914
Ort Aisne
Ausgang Deutscher Abwehrsieg
Konfliktparteien

Deutsches Reich Deutsches Reich

Dritte Französische Republik Frankreich
Vereinigtes Konigreich 1801 Vereinigtes Königreich

Befehlshaber

Karl von Bülow
Karl von Einem
Otto von Emmich
Alexander von Kluck
Josias von Heeringen
Hans von Zwehl
Berthold von Deimling
Johannes von Eben
Max von Hausen

Joseph Joffre
Joseph Maunoury
John French
Douglas Haig
Louis Ernest de Maud’huy
Louis Franchet d’Esperey
Ferdinand Foch

Truppenstärke

1., 2., 3. und 7. Armee anfangs 32, dann 36 Divisionen (davon 6 Kavalleriedivisionen) am Schluss über 750.000 Mann

Franz. 5., 6., 9. Armee und BEF mit 26 französischen und 6,5 britischen Divisionen, zusammen 720.000 Mann

Verluste

< 150.000

< 150.000

Die erste Schlacht an der Aisne vom 12. bis 28. September 1914 entwickelte sich infolge des Rückzuges des deutschen Westheeres nach der Niederlage an der Marne. Sie war die erste Schlacht des Ersten Weltkrieges, in der sich die Truppen wegen des starken Artilleriebeschusses neben den Angriffen auch in Schützengräben verteidigen mussten. Die Schlacht markiert den Beginn des Stellungskrieges an der Westfront.

Karl von Bülow (1915)

Nach dem Abbruch der Marneschlacht am 9. September gelang es Generaloberst Karl von Bülow, den rechten deutschen Heeresflügel auf das nördliche Aisneufer zurückzuführen. An der neuen Frontlinie an der Aisne von Noyon über Soissons bis Reims konnten alle alliierten Durchbruchsversuche nach Norden abgeschlagen werden. In der ersten Phase der Schlacht vom 12. bis 15. September standen vor dem Eintreffen der 7. Armee – 32 deutsche Divisionen mit 680.000 Mann etwa 720.000 Alliierten (6,5 britischen und 26 französischen Divisionen) gegenüber. Der französische Oberbefehlshaber Marschall Joseph Joffre drängte die 5. und 9. Armee zur harten Verfolgung der deutschen 2. Armee, das dazwischen operierende etwa 80.000 Mann starke British Expeditionary Force unter General Sir John French spielte in der Schlacht eine zentrale Rolle – ihre drei Korps griffen zwischen Soissons – Vregny – Vailly bis Bourg et Comin gegen die strategisch wichtige Hochfläche des Chemin des Dames an. Rechts davon bildete der Angriff des französischen 18. Korps zwischen Beaurieux und Pontavert einen weiteren Schwerpunkt in Richtung auf die noch bestehende Frontlücke bei Craonne; hier versuchten die Alliierten erneut die deutsche Front aufzubrechen. Am Brennpunkt der Schlacht im Raum südlich Laon wurde ab dem 12. September das durch den Fall der Festung Maubeuge freigewordene VII. Reserve-Korps unter General von Zwehl eingeschoben, sowie die seit dem 13. September aus dem Elsass herangeführte deutsche 7. Armee. Nicht direkt an der Aisneschlacht beteiligt waren die zwischen Reims und Suippes zurückgegangene 3. Armee, die östlicher anschließende 4. Armee und die 5. Armee. Nachdem in der zweiten Phase vom 15. bis 20. September der deutschen 2. Armee auch das XII. und XVIII. Armee-Korps nach Reims zugeführt wurde, erhöhte sich deren Truppenzahl wieder auf 36 Divisionen (davon sechs Kavalleriedivisionen), d. h. auf etwa 720.000 Mann, was die Aisne-Front nachhaltig stabilisierte und auch eigene Gegenangriffe möglich machte.

John French

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